Motorschaden am VR6 - Kurbelwelle oder Nockenwelle

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Motorschaden am VR6 - Kurbelwelle oder Nockenwelle

Beitrag von Prenzlberger » 15.12.2019, 13:46

Habe seit einem Jahr einen T4-Multivan (BJ1999) mit einem VR6-Motor. Vor etwa 3 Jahren ist vom Vorbesitzer der Einbau eines überholten Austauschmotors veranlasst worden. Seit ich das Fahrzeug übernommen hatte gab es vom Motor her ein ganz kleines Nebengeräusch, bin aber ohne Probleme 170km/h gefahren. Vor einem Monat bin ich dann mit dem T4 durch den Harz gefahren und habe intensiv die Motorbremse genutzt. Das sollte so ein Motor eigentlich abhaben können. Etwa 300km später wurde der Motor dann auf der Autobahn bei 130km/h unangenehm laut. Da der ADAC mich hängen gelassen hat habe ich versucht, langsam weiter zu fahren. Bei Tempo 55-60 im 5. Gang bei etwa 1100U/min läuft der Motor fast so ruhig wie zuvor. Das Problem ist eigentlich nur das Anfahren, da muss ich immer ganz schnell hochschalten, also möglichst die Drehzahl 1100U/min nicht überschreiten. Wenn ich einenBerg hoch fahre, geht das eher besser als auf gerader Strecke. Zur Zeit fahre ich eigentlich nur von Werkstatt zu Werkstatt mit
dem Auto.

Eine aufgesuchte Werkstatt hat vermutet, dass es was mit der Nockenwelle zu tun hat, auch weil das Geräusch eher oben lokalisiert ist. Da weiß ich aber nicht, ob ich noch dieses Jahr einen Termin bekomme. Eine andere, ein so genannter Motorspezialist, hat gleich festgestellt, dass es die Kurbelwelle ist und die Reparatur mit 3500€ angesetzt. Das ist in etwa der Preis, der im Internet für eine Generalüberholung oder einen überholten Austauschmotor angegeben wird. Damit ist die Werkstatt sicher auf der sicheren Seite, das standardmäßige Komplettprogramm. Die Frage ist, ob das notwendig ist. Insbesondere, wenn man das oben beschriebene Verhalten den Motors berücksichtigt.

Ich denke, mit einem Schaden an der Kurbelwelle oder an den Kurbelwellen-Lagerschalen würde auch bei 1100U/min kein ruhiges Fahren möglich sein. Was haltet ihr von der Sache? Kann jemand eine unverbindliche Ferndiagnose erstellen?

Vielen, Vielen Dank!
Zuletzt geändert von Prenzlberger am 15.12.2019, 17:13, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Motorschaden am VR6 - Kurbelwelle oder Nockenwelle

Beitrag von wasmachen » 15.12.2019, 16:00

Sers,
...was willst mit der Beschreibung jetzt hören, Sorry??

'Der Motor wird beim hochdrehen laut': das wäre ja grundsätzlich normal. :braver:

Redest von nem brummen, schlagen oder klopfen?
Je nachdem, was kaputt ist ginge entweder garnichts mehr, oder nur noch 'die Hälfte'.... ob es sinnvoll ist, dann noch weiterzufahren lass auch mal dahingestellt sein.

Inwieweit kannst selber schrauben bzw bist Werkzeug- und Diagnosemäßig ausgestattet?

Bei nem 20j alten Eimer (Sorry) muss der Zustand vom Rest schon recht gut sein dass man das einfach in einer Werkstatt richten lässt.... zumal mMn bei KW Defekt auch nicht um 3,5K als 'all in' repariert bekommst (ist ja im Umfeld auch Verschleiß da)


[Achja, wo mein LT auf der BAB letztens laut wurde war der Auspuff abgerostet :roll: ]
Bevor Du bei dir selbst Depressionen oder ein geringes Selbstwertgefühl diagnostizierst, stelle erstmal sicher, dass Du nicht komplett von Arschlöchern umgeben bist..... :up:

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Re: Motorschaden am VR6 - Kurbelwelle oder Nockenwelle

Beitrag von Prenzlberger » 15.12.2019, 17:41

Der T4 ist schon 20 Lenze alt, vor 3 Jahren hat er aber wegen einem Riss zwischen 2 Zylindern einen Austauschmotor bekommen. Und schneller Fahren gleich lauteres Geräusch ist auch klar, das meine ich aber nicht. Bis 1100U/min ist das Störgeräusch fast völlig weg und kommt bei höherer Drehzahl recht plötzlich wieder dazu, eine Erklärung wäre, die Steuerkette schlägt irgendwo an und bis zu 1100U/min tritt das nicht auf. Im Bereich der Kurbelwelle kann ich mir so ein Verhalten nicht erklären.

Schrauben kann ich so was selber nicht. Es geht einfach um die Frage, ob das Verhalten eindeutig auf die Kurbelwelle hin deutet oder ob es auch die Nockenwelle oder die Steuerkette sein könnte. Und darum, ob es seriös ist, wenn jemand nach 10s Motor anhören sagt, dass es eindeutig die Kurbelwelle ist und ich mit 3,5k€ rechnen muss, da alles auseinander genommen und vermessen werden muss. Eine andere Werkstatt hat die Reparaturkosten auf etwa 2k€ geschätzt, habe da aber erst im Januar einen Termin.

Bin also auf der Suche nach einer geeigneten Werkstatt. Ich weiß, das die auch nicht zaubern können und ein Pflaster aufkleben hilft auch nicht. Die Frage ist also, was kann man aus der Fehlerbeschreibung erkennen und was ist zur Reparatur notwendig? Ist das Vermessen aller Einzelteile generell notwendig oder machen das einige Werkstätten nur, weil sie die Technik dazu haben und weil die angeschaffte Technik auch ihr Geld verdienen muss.

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Re: Motorschaden am VR6 - Kurbelwelle oder Nockenwelle

Beitrag von Prenzlberger » 15.12.2019, 18:12

Noch mal was zum veranschlagten Preis von 3,5k€:
Habe im Internet Angebote für regenerierte Austauschmotoren für um die 3,5k€ gefunden. Könnte mir deswegen vorstellen, dass das so ein Standardpreis ist, wenn alles komplett auseinander genommen und vermessen wird. Kennt sich jemand besser bei den möglichen Kosten aus? Mit welcher Preislage muss man da seriös rechnen?

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Re: Motorschaden am VR6 - Kurbelwelle oder Nockenwelle

Beitrag von wohli_racing » 15.12.2019, 19:31

1. Wo kommst Du denn her?

2. Kannst Du n Video machen und bei Youtube hochladen?

3. Hast Du evtl. Einen Motorenbauer / Motorinstandsetzer in deiner Nähe?
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Re: Motorschaden am VR6 - Kurbelwelle oder Nockenwelle

Beitrag von designer2k2 » 15.12.2019, 19:41

Hallo,

Schubbetrieb macht dem Motor nix, da wird nix eingespritzt -> schön kühl. (wenn nicht grad mit 6500 touren bergab rollst ;) )

Wie wohli sagt, bitte video mit dem sound auf yt hochladen und hier posten, ohne ton schwer zu bestimmen.

Ums einzugrenzen, das Geräusch kommt auch wenn ihn im Stand ohne Last hochdrehst?

Und zum Motor, wird sauber warm? (Thermostat ok), und Öldruck ok? Ölwechsel wie lang her? Welches Öl? Ölpeilstab rausziehen, Öl glitzert? (Metallspäne)

Von dir selbst, sowas wie einen gerissenen Krümmer / Getriebe / Antriebswellengelenke, hast mal gehört, und kannst ausschließen?
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Re: Motorschaden am VR6 - Kurbelwelle oder Nockenwelle

Beitrag von wasmachen » 15.12.2019, 20:12

Beschreib doch auch mal dein 'Störgeräusch'....
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Re: Motorschaden am VR6 - Kurbelwelle oder Nockenwelle

Beitrag von Prenzlberger » 15.12.2019, 20:20

Komme aus Berlin-Prenzlauer Berg.
Auto steht jetzt außerhalb von Berlin, nähe Erkner. Kann jetzt so schnell nichts aufnehmen. Klappern geht im Lehrlauf gleich los, beim Anfahren wird es lauter und bei Tempo 50-60 im 5. Gang (um die 1100U/min) ist es fast nicht störend. Habe sogar das Gefühl, dass es bei der Drehzahl ganz weg ist, wenn der Motor noch kalt ist. Wenn der Motor warm wird kommt es dann ganz leicht wieder. Das sind jetzt alles nur subjektive Wahrnehmungen.
Ölwechsel habe ich im letzten Jahr noch nicht gemacht, habe zwischendurch mal 1l nachgefüllt, habe aber eigentlich kein Problem mit Ölverlust.
Als das Geräusch das erste mal zu hören war hatte ich auf der Autobahn Radio an und mich eine Weile über das komische Lied gewundert, bis ich dann das Radio ausgemacht habe ... ;-)

==> Was ich gern wissen will ist, ob es eher auf Kurbelwelle, Nockenwelle oder Steuerkette schließen lässt, wenn das Geräusch bei 1100U/min weniger wird oder sogar weg ist.

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Re: Motorschaden am VR6 - Kurbelwelle oder Nockenwelle

Beitrag von Prenzlberger » 15.12.2019, 20:26

Beschreibung des Geräusches:
im Lehrlauf 3-4 mal je Sekunde kurzes Klackern, vielleicht auch nur 2 mal. Wenn man im Stand Gas gibt, durchgehendes Klackern, was in ein Rasseln übergeht.

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Re: Motorschaden am VR6 - Kurbelwelle oder Nockenwelle

Beitrag von wasmachen » 16.12.2019, 07:46

Nunja, das ist aufgrund der Beschreibung ziemliches Glaskugelraten....
Im KW Bereich sag ich tendenziell, kommt eher n schlagen raus.
Klackerzeugs hast eher bei NW.
Rasseln hört sich nach Kette an.

Ich könnte mir ne gebrochene Gleitschiene vorstellen.... zumal seitens Historie ja quasi nix bekannt ist.

Das Ding mal 'oben her' rupfen anfangen.... oder auch einfach mal händisch durchdrehen.
Wird dir aber alles nichts nützen, wenn selber kein Schrauber bist :?:

Edit: halte einen Ketten/Gleitschienenschaden aber nicht für so laut, dass man da nicht mehr über 1100 drehen will :denk:
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Re: Motorschaden am VR6 - Kurbelwelle oder Nockenwelle

Beitrag von Prenzlberger » 16.12.2019, 09:09

Wenn ich das nächste mal am Wagen bin schaue ich mal nach, ob am Ölstab Späne sind. Dann weiß ich ein bisschen mehr. Soweit erst mal besten Dank. Auf jeden Fall war die Anfangsdiagnose der einen Werkstatt "Kurbelwelle und Lagerschalen" nach 10s Leerlauf dann doch etwas verfrüht und fragwürdig. Darum ging es mir ja. Noch mal Danke an alle, die sich Zeit genommen haben, ich halte euch auf dem Laufenden, wenn was passiert!

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Re: Motorschaden am VR6 - Kurbelwelle oder Nockenwelle

Beitrag von Highline VR6 » 30.12.2019, 17:43

Hallo, hat der schon ein Zweimassenschwungrad ?

Clean
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Re: Motorschaden am VR6 - Kurbelwelle oder Nockenwelle

Beitrag von Clean » 30.12.2019, 18:11

Ein defektes ZMS würde sich übers Kupplungspedal stark bemerkbar machen

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Re: Motorschaden am VR6 - Kurbelwelle oder Nockenwelle

Beitrag von corsamanni » 30.12.2019, 18:36

T4 VR6 hat ZMS. Da würde ich auch den Fehler suchen. Mit einer defekte Kurbelwellen wäre der Motor schon längst fest bzw. ein Pleul raus aus dem Block.

Du kommst ja aus Berlin dann fahre zur T4 Garage zu Coco. Oder besorge dir einen anderen Motor. Passt aber nur Sharan und T4. Bei den anderen fehlen die Bohrungen für den Motorhalter.

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Re: Motorschaden am VR6 - Kurbelwelle oder Nockenwelle

Beitrag von Prenzlberger » 04.01.2020, 23:07

Habe jetzt mal nach Spänen am Ölstab geschaut. Da sind keine. Einen neuen Motor will ich erst mal nicht einbauen lassen. Wenn doch, dann muss es wohl ein VR6-AES sein, so jedenfalls die mir bekannte Bezeichnung. Habe in einer Woche endlich Termin bei einer Werkstatt. Dann weiß ich mehr, also wahrscheinlich 2-3 Tage später.

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