VR6T BKV: Unterdruckpumpe vs. Ansaugbrücke

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Re: VR6T BKV: Unterdruckpumpe vs. Ansaugbrücke

Beitrag von DOHCVr6turbo »

Sub gedulde dich noch ein wenig habe mit einem Festo Man gesprochen der hat mir nen einstellbaren Druckschalter vorgeschlagen das heisst du kannst den Einschaltdruck sowie den Ausschaltdruck frei einstellen sollte dieses Ding Ende nächster Woche bekommen dann sehen wir mal ob ichs dir mal kurz sende zum probieren oder ob du dir selbst eins besorgst oder ob ich auch so eine Pumpe einbaue...
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SubZeroXXL
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Re: VR6T BKV: Unterdruckpumpe vs. Ansaugbrücke

Beitrag von SubZeroXXL »

Okay, das kling ganz interessant. :up:

Unser Plan war jetzt folgender...

Wir haben bei Conrad für 15 Euro eine kleine Zeitschaltung gekauft. Damit kann man ein Gerät mit Strom versorgen und über ein Drehpoti festlegen, wie lange das sein soll. Zum Beispiel 20 Sekunden. Nun muss diese Schaltung aber auch angesteuert werden und das wollen mit Hilfe eines Relais machen. Wir haben mal ein paar getestet und mit einem 167er Benzinpumpenrelais müsste das gehen. Dort sind zwei Kontakte die immer Durchgang haben, solange das Relais ruht. Über einen dritten Kontakt kann man Saft drauf geben (in unserem Fall das Plus vom Bremslicht) und damit den Durchgang zwischen den beiden besagten Kontakten wegschalten. Ziel ist es also, die Zeitschaltung immer dann kurz stromlos zu machen, wenn man mit dem Fuß auf der Bremse ist. Nimmt man den Fuß runter läuft die Schaltung wieder an und die U-Pumpe arbeitet wieder für 20 Sekunden oder bis zur nächsten Bremsung.

Bei dieser Variante liegt der Materialpreis für die elektronischen Komponenten bei etwa 25 Euro inkl. Versand.

Und nicht zu vergessen: Es bleibt ein Hybridsystem! Die Pumpe dient nur zur Unterstützung. Die Unterdruckversorgung vom Motor bleibt dennoch bestehen.

Wenn am Wochenende noch Zeit ist, werden wir das mal zusammen bauen.


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Re: VR6T BKV: Unterdruckpumpe vs. Ansaugbrücke

Beitrag von SubZeroXXL »

Der Robert hat jetzt eine bestechend einfache Lösung ohne Relais gefunden. So geht es nur mit der Zeitschaltung. :applaus:

Zeit wird knapp am WE, aber vielleicht bauen wir es nochmal ein.


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SubZeroXXL
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Re: VR6T BKV: Unterdruckpumpe vs. Ansaugbrücke

Beitrag von SubZeroXXL »

So, jetzt wo mein Auto wieder läuft, geht es hier auch langsam weiter. Hardwareseitig ist erst mal alles installiert, fehlt nur noch die Elektronik. Ziel ist es ja, beim Betätigen des Bremspedals eine Zeitschaltung zu aktivieren, die die Pumpe für etwa 20 bis 25 Sekunden laufen lässt. Wir haben erst versucht die Pumpe direkt über das Relais der Schaltung laufen zu lassen, weil das normaler Weise diese Last tragen müsste, aber wir haben es damit im Handumdrehen gekillt. Nun haben wir zwischen Zeitschaltung und Pumpe noch Relais gebaut das die Last abfängt. Aktuell warten wir auf eine neue Schaltung.

Fakt ist: Wer richtig scharfe Nocken fährt, muss sich über das Thema echt Gedanken machen. Da kommen bei mir im LL z.B. nur noch -0,3 Bar zusammen. Im Schubbetrieb geht´s dann mit -0,7 Bar wieder, aber man schiebt ja nicht dauernd. Ein Segen sind da die alten, autarken Mark02 mit hydraulischer Unterdruckpumpe.

Ich habe jetzt auch gesehen, dass es sogar Lichtmaschinen gibt, an denen eine permanente Unterdruckpumpe angebracht ist. Ziehmlich geiles System eigentlich, da denkbar einfacher Antrieb, aber leider gibt es da von VW nix passendes. Eventuell besorge ich mir aber mal eine und schaue ob man was umbauen kann.
img-3114.jpg

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Re: VR6T BKV: Unterdruckpumpe vs. Ansaugbrücke

Beitrag von designer2k2 »

könntest mal genau zusammenschreiben wie die Pumpe angesteuert werden soll?
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Re: VR6T BKV: Unterdruckpumpe vs. Ansaugbrücke

Beitrag von VRKALLE »

@Sub
da fällt mir ein ein großer U Spreicher würde das Problem jetz mal abgesehn vom Platz doch eigentlich auch lösen.... :denk:
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weißerturbovr
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Re: VR6T BKV: Unterdruckpumpe vs. Ansaugbrücke

Beitrag von weißerturbovr »

SubZeroXXL hat geschrieben: Fakt ist: Wer richtig scharfe Nocken fährt, muss sich über das Thema echt Gedanken machen. Da kommen bei mir im LL z.B. nur noch -0,3 Bar zusammen. Im Schubbetrieb geht´s dann mit -0,7 Bar wieder, aber man schiebt ja nicht dauernd. Ein Segen sind da die alten, autarken Mark02 mit hydraulischer Unterdruckpumpe.

SubZeroXXL
8)
Jetzt wo du es sagst, klar! :D
Hab mich die letzten Tage auch gewundert, warum der Motor nur noch -0,4bar Unterdruck zam bringt! :?:
Aber jetzt wo du es sagst, ists ja klar!
Sind die neuen Nocken dran schuld!
Gut, passt! :lol:
Dank Dir! :braver:

Ein Problem weniger! :D
VAYA CON TIOZ!
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Re: VR6T BKV: Unterdruckpumpe vs. Ansaugbrücke

Beitrag von SubZeroXXL »

Ein U-Speicher wäre eine Zusatzoption. Ursprünglich war es ja der Plan, mit Hilfe der Pumpe einen stärkeren Unterdruck zu erzeugen, als es der Motor allein zusammen bringt. Mittlerweile kämpfe ich aber mit der U-Pumpe hauptsächlich gegen meine Nockenwellen und den geringen Unterdruck.

Versuchsweise haben wie die Pumpe jetzt mal direkt ans Bremslicht angeschlossen (mit Relais dazwischen) und ich muss sagen: das funktioniert schon mal sehr, sehr gut! Ich habe einen sehr guten Druckpunkt und das Auto bremst bei jeder Geschwindigkeit sicher ab. Ich muss jetzt schon aufpassen, dass ich es nicht aus lauter Bequemlichkeit gleich so lasse.

Aber einen Nachteil hat die aktuelle Schaltung auch: So lange man bremst, läuft auch die Pumpe. An einer blöden Ampel kann das schon mal locker über eine Minute sein, wenn man ein bisschen abschüssig steht (Handbremse ziehen fällt aus - zu unpraktisch). Dadurch läuft die Pumpe unnötig lange und wird warm. Deshalb wäre die Zeitschaltung sinnvoll.

@designer

Ziel war es, dass wenn man die Bremse antippt oder dauerhaft betätigt, die Pumpe für ca. 20 Sekunden läuft. So kann sie ausreichend hohen Unterdruck für die nächste Bremsung aufbauen. Wir hatten jetzt eine Schaltung, die durch das Bremslicht-Plus aktiviert wurde. Dadurch wurde ein separat anliegendes Zündungsplus in Richtung Relais/Pumpe weitergeschaltet. Über eine Drahtbrücke, floß der Strom dann auch auf den Kontakt, der die Schaltung aktiviert hat (wo also das Bremslicht-Plus ankommt - normaler muss da nämlich Dauerplus hin). So trägt sich die Schaltung für die programmierte Zeit selber. Schaltet sie den Strom für die Pumpe weg, killt sie sich auch selbst. Bis das nächste mal gebremst wird, dann beginnt das Spiel von vorne.


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Re: VR6T BKV: Unterdruckpumpe vs. Ansaugbrücke

Beitrag von GolfII-VR6 »

HI,
ich hab noch ne LIMA mit ner angeflanschten Unterdruckpumpe liegen falls du interesse hast.
Ist von nem Ford Transit.
Die Lager der LIMA sind nicht mehr top so das die Welle spiel hat und es deshalb etwas aus der U-pumpe ölt. Leider lassen sich die Lager nicht so einfach wechseln, so das mir bei dem Versuch das vordere Lagerschild eingerissen ist :baeh:

Aber zu versuchszwecken ist sie noch geeignet denke ich
DSC01834.JPG
DSC01835.JPG
DSC01837.JPG
MfG
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Re: VR6T BKV: Unterdruckpumpe vs. Ansaugbrücke

Beitrag von SubZeroXXL »

Bin nun eine ganze Weile mit der Pumpe gefahren. Sie hängt direkt am Bremslicht. Leuchtet das Bremslicht, läuft die Pumpe. Und das funktioniert echt super! Man hat eigentlich immer exakt die gleiche Härte im Pedal. Und desto länger man drauf bleibt, desto weicher wird es durch den steigenden Unterdruck. Aber nur minimal! Man hat nie das Gefühl das die Bremse durchsackt oder Leistung verliert. Sehr gut! :up:

Die Ironie an der Geschichte ist allerdings, dass ich mit der Pumpe ursprünglich nur die Bremsleistung verbessern wollte. Heute könnte ich aber ohne die Pumpe praktisch gar nicht mehr normal im Stadtverkehr fahren, da durch die Nocken der Unterdruck bei langsamer Fahrt viel zu gering ist. Die Bremskraftverstärker sind vom Hersteller ja eigentlich für ein Bereich von -0,6 bis -0,8 Bar ausgelegt, in dem sie optimal funktionieren. Durch die Nocken liegen teilweise aber nur noch -0,25 Bar an, was das Pedal ziemlich hart macht.

Nachteile bis jetzt: man braucht wirklich eine Zeitschaltung und die Lautstärke. Denn steht man etwas abschüssig z.B. an einer Ampel, muss man ja auf der Bremse bleiben. Dann läuft die Pumpe die ganze Zeit und könnte u.U. zu heiß werden (wo bei mir das noch nicht passiert ist). Handbremse ziehen ist unpraktisch. Da wäre es sinnvoll, wenn sie nach ca. 15 Sekunden (auch eine Vollbremsung auf der Autobahn dürfte kaum länger dauern) abschaltet und erst wieder angeht, wenn man erneut bremst. Sie geht allerdings weiterhin sofort aus, sofern man vom Bremspedal geht. Das bauen wir die Tage noch ein. Von der Lautstärke her ist sie mit einer Zusatzbenzinpumpe vergleichbar, welche im Motorraum hängt und summt.


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Re: VR6T BKV: Unterdruckpumpe vs. Ansaugbrücke

Beitrag von SubZeroXXL »

Es ist vollbracht! Die Zeitschaltung läuft nun auch. Der Strom vom Bremslicht versorgt die Zeitschaltung mit Saft. Wenn man bremst, läuft also die Schaltung und steuert das Relais für die Unterdruckpumpe an. Wir haben den Timer jetzt auf ca. 5 Sekunden eingestellt. Wenn man also mit getretener Bremse z.B. an einer abschüssigen Ampel steht, läuft die Pumpe für 15 Sekunden. Dadurch läuft man nicht Gefahr, die Pumpe auf Dauer zu überhitzen und verlängert somit die Lebenserwartung. Die 15 Sekunden sind so gewählt, dass man im Falle einer Vollbremsung aus Höchstgeschwindigkeit, für die volle Dauer der Bremsung die zusätzliche Unterstützung hat. Allerdings liegt durch den enormen Schubbetrieb bei einer solchen Aktion, auch ohne Pumpe schon ausreichend Bremsdruck an. Das heikle Thema Bremsen wird also in keinster Weise negativ beeinflusst.

Mit sehr scharfen Nockenwellen, hätte man aber ohne solch eine Pumpe keine ausreichende Bremskraftverstärkung mehr und könnte diese im normalen Straßenverkehr, nicht mehr ohne weiteres fahren.


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larsi
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Re: VR6T BKV: Unterdruckpumpe vs. Ansaugbrücke

Beitrag von larsi »

Hi,

Schon mal jemand eine "Saugstrahlpumpe" zum Erhöhen des Unterdrucks verbaut? :?:
Die Teile werden in vielen Fahrzeugen eingesetzt, mit oder ohne Zwangsbeatmung.
Hier mal als Beispiel (Nr.: 10) beim 1.8T: http://elsaweb.spaghetticoder.org/doc/A ... 20882722/2

Das Teil hat drei Anschlüße. Einer geht zum Ansaugschlauch vor ATL = vor Drosselklappe (Kurbelgehäuseentlüftung), der Zweite zum Saugrohr (nach Drosselklappe) und der Dritte zum BKV.
Das Ganze sieht auf den ersten Blick recht undurchsichtig, funktioniert aber. :crazy:

Ach ja, falls jemand sich fragt, wie das Ganze funktioniert --> Venturiprinzip.

MfG

Larsi
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evervmax
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Re: VR6T BKV: Unterdruckpumpe vs. Ansaugbrücke

Beitrag von evervmax »

Da dass Thema 360° Nocken immer mehr beachtung findet hab ich mal etwas gegoogelt und bin dabei auf folgendes gestoßen:

Es gibt bei Audi eine Nachrüstung einer e. Unterdruckpumpe bei Fahrzeugen mit Automatikgetriebe, da es dort wohl Probleme
mit der Bremsanlage gab.

Die komplette Nachrüstkit hat die TN: 4B2698996

http://oz-autoteile.de/AUDI/Bremsanlage ... -AUDI.html

Steuergerät einzeln: 8E0907709A

http://www.ebay.de/itm/NEU-ORIGINAL-Ste ... 0858603720

Kabelstrang: 8D0971379K

http://www.ebay.de/itm/Leitungssatz-Kab ... 4ab4b26a66


Sehr Interessant wäre jetzt der Anschluss am Steuergerät, leider ist bei VW diesbezüglich nichts hinterlegt.

Aber da lässt sich sicherlich was finden.

Wer weitere Infos hat bzw findet, bitte melden.

Mfg
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SubZeroXXL
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Re: VR6T BKV: Unterdruckpumpe vs. Ansaugbrücke

Beitrag von SubZeroXXL »

Ja, wenn man zu dem STG was hätte, wäre das ziemlich cool. Im Großen und Ganzen ist es ja das, was wir damals gebaut hatten. Hat ja sehr gut funktionert, nur die Steuerung der Pumpe mit der Zeitschaltung, war das einzige nicht so optimale Element.


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designer2k2
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Re: VR6T BKV: Unterdruckpumpe vs. Ansaugbrücke

Beitrag von designer2k2 »

zb Der A4/A6 von 1999 hatte das STG in den Automatikmodellen verbaut. Es ist Diagnose / Stellgliedtest fähig.

Aber mehr finde ich dazu nicht :denk:
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